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PS3 – Update am Pranger: Der erste Kunde verlangt Schadenersatz

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Konsolen - PS3

Mit dem Update 3.21 begann das Dilemma für viele PS3 Besitzer. Die Unterstützung für das freie Betriebssystem Linux wurde mit diesem Update gestrichen. Nun fordert der erste Kunde Schadenersatz.

Die Änderung von Sony war für die meisten PS3 Besitzer gar nicht spürbar. Am 01. April 2010 kam das Update, mit der Schrecken für manchen Begann. Mit dem Update 3.21 wurde die ohnehin selten genutzte Unterstützung für Linux entfernt. Allerdings störten sich einige Besitzer an der offensichtlichen Tatsache, dass der Leistungsumfang der Spielkonsole einfach gekürzt wurde. Ein Spieler fordert mittlerweile Schadenersatz beim Onlineversandhändler Amazon. Das kuriose daran ist: Dies geschieht mit Erfolg. Amazon erstattet diesem Spieler beinahe 80 Euro, was ca. 20 Prozent des damaligen Kaufpreises entspricht.

Dieser Spieler, ein Brite, hat eine schlüssige Begründung für seine Forderung, welche sich an eine EU – Verordnung aus dem Jahre 2002 stützt. Dort steht, dass eine gekaufte Ware genau den Leistungsumfang haben muss, den der Käufer beim Erwerb der Ware erwartet. Sollte der Leistungsumfang nachträglich verändert werden, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Schadenersatz. Nicht bekannt ist, ob auch andere Verkäufer diesem Beispiel folgen werden. Es bleibt außerdem die Frage unbeantwortet, ob Amazon diese Kosten für Schadenersatzzahlungen an den Hersteller Sony weiterreicht. Ob Sony in diesem Fall auf eine Kostenerstattung eingehen wird, ist allerdings fraglich, denn im Nutzungsvertrag des Playstation Network steht eindeutig geschrieben, dass sich Sony nachträgliche Änderungen am Leistungsumfang vorbehält.

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